Vampir

Es suchte sich in Strömen seinen Weg hinunter und traf dort platschend auf. Für den Bruchteil einer Sekunde, verformte es die Kraft des Sturzes und gab ihm die Zacken einer Krone.
Es waren die Kleinigkeiten, übersehene Schönheiten, die sich in Sekunden bildeten und zu etwas Einzigartigem wurden, das dieser Welt erst einen Reiz zusprach. Einen Reiz, um hier zu verweilen und die Jahrhunderte vorbei fliegen zu lassen. Seit damals hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu finden. [Mehr davon]

Vampire, die auf eine Macht zugreifen können, die ebenso formlos und allgegenwärtig ist, wie die Ewigkeit selbst? Eine Macht, die wir im innersten Selbst spüren können, wenn wir es nur streifen. Es berührt unser Innerstes, ist der eisige Atem des Todes, der es als Einziges vermag, das wirkliche Frösteln zu lernen, das über einer Oberfläche begonnen, … sich niemals abschütteln lässt. Wir spüren und erahnen ein Mehr, eine Präsenz, die mit unserem Sein, unserer ganzen Existenz als solches verknüpft zu sein scheint. Wie unsere Seele das Leuchten vermag, so viel mehr fürchtet sie das Eine, das sie niemals erklären kann und mehr als eine simple Erscheinung ist, wenn es als Macht genutzt wird: Die Schatten [Mehr davon]

Meistgesucht

{ kann man vampire beschwören echte (1) kunst-fingernagel mit Blut (1) }

Er sagte, dass er mich liebte. Das war mir nichts Neues. Männer behaupten so etwas doch öfter. Sei es als Entschuldigung, als Mittel um unsereins ins Bett zu bekommen. Wir akzeptieren es, wenn wir auch die Antwort zu genau kennen. Was bei ihm anders war? Er sprach es nicht aus. [Mehr davon]

Diese roten Lippen. Sinnlich, zart, wie ein Versprechen, das unausgesprochen dennoch so verheißungsvoll  und bezaubernd ist. Ich kann meinen Blick nicht abwenden, wenn ich auch weiß, dass sie nur die Maske des Todes vollenden. Schöner war der Tod noch nie. Dabei ist es nicht der Tod an sich, der so zur Vollendung poliert mich gefangen hält. Es ist diese Schönheit, die wie ein Diamant ihn verziert. Er ist ihrer unwürdig und doch hält er sie gefangen. [Mehr davon]

Meistgesucht

{ der wolf in mir gedicht (1) }

Es war ein stressiger Tag gewesen. 10 Stunden, von denen ich nur acht bezahlt
bekommen werde. Aber das bin ich gewohnt und im Grunde stört es mich auch nicht
mehr. Das einzige was zählt, ist, dass ich endlich Feierabend hatte und das
Wochenende anstand, wo ich so einiges geplant habe. Es würde schön werden und
auch mein wirklicher Lohn, der sich abseits des bloßen Geldes befindet.
Es war alles gleich verlaufen. Die Alarmanlage ließ sich wie immer scharf stellen.
Der Pförtner an der Einfahrt schlief mit gesenktem Kopf vor dem plärrenden
Fernseher, wie immer. [Mehr davon]

Er sprach von Verdammung, von der Dunkelheit und den Schatten, in denen wir uns
verstecken müssten. Er sprach von Leid, Trauer und Sehnsüchten, die dieser Fluch
mit sich brachte. Ich fragte ihn, wie lange er schon lebte. Über 200 Jahre, sagte er.
200 Jahre, in denen er die Menschen leben und sterben sah. Immer und immer
wieder.
Ich fragte ihn, was dazwischen gewesen sei.
„Das unbedeutende Aufbäumen vergänglicher Zeit,“ sagte er. [Mehr davon]

Alte Liebe – Showdown

Der Wind fegte nur leicht über den ausgetrockneten Boden. Vereinzelt hoben sich graue Blätter, die der Tod dieser Wüste bis an die Grenzen brachte, in die Höhe. Tänzelnd und wirbelnd verschwanden sie in der weiten Wüstenlandschaft, bevor sie sich mit dem scharfen Sand vermischten. Schüsse peitschten durch die Nacht, begleitet vom Hellen Aufflackern des Mündungsfeuers [...]

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Die Story

„Ich brauche aber einen Namen. Sonst wird das nichts. Dann hätte ich es mir genauso gut auch alles aus den Fingern saugen können.“ Es war zum Verzweifeln. Ich saß in meinem Hotelzimmer und zerbrach mir den Kopf darüber, was ich machen sollte. Eine Geschichte, ein Interview, musste ich bis Montag abliefern. Sonst konnte ich mir [...]

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Im Bann der Verführung

12. Februar – 23:27 Uhr Mein lieber Jonas, ich hätte es nicht tun sollen. Unser Kodex, unsere Leitsätze verbieten es uns. Aber ich konnte nicht anders. Ich kam von einem Vortrag, für den ich extra in diese Stadt reisen musste. Du weißt das, denn auf Deine Anordnung hin, tat ich es schließlich. Ebenso weißt Du [...]

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Zweisamkeit

Er schlug die Augen auf. Gedanken wirbelten durcheinander, Bilder erhielten Form und verschwanden wieder. Stimmen in seinem Verstand, die bettelten, beteten und selten auch dankten. Das würde vorbeigehen, hatte man ihm gesagt. Es würde einige Zeit dauern, bis er sich daran gewöhnt haben würde und es so weit unter Kontrolle bekam, dass er es einfach [...]

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