Schattengeschlechter

Elise wurde sie von allen genannt. Es gab nur eine Frau in der Stadt, die diesen Namen trug. Und selbst wenn es Jemanden gegeben hätte, der dreist genug sein Neugeborenes so getauft hätte, wäre es nicht zu Verwechslungen gekommen.
Es gab nur eine Elise, die weit ab der Stadt auf dem Anwesen wohnte. Nur eine Elise, deren Namen man flüsterte. Jeder glaubte, dass sie mit dem Teufel im Bunde stand. Hinter vorgehaltener Hand, im Kreise auf dem Marktplatz, da hörte man sie flüstern. Der Mob aus Hausfrauen, Marktschreiern und Kindern. [Mehr davon]

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Es suchte sich in Strömen seinen Weg hinunter und traf dort platschend auf. Für den Bruchteil einer Sekunde, verformte es die Kraft des Sturzes und gab ihm die Zacken einer Krone.
Es waren die Kleinigkeiten, übersehene Schönheiten, die sich in Sekunden bildeten und zu etwas Einzigartigem wurden, das dieser Welt erst einen Reiz zusprach. Einen Reiz, um hier zu verweilen und die Jahrhunderte vorbei fliegen zu lassen. Seit damals hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu finden. [Mehr davon]

Vampire, die auf eine Macht zugreifen können, die ebenso formlos und allgegenwärtig ist, wie die Ewigkeit selbst? Eine Macht, die wir im innersten Selbst spüren können, wenn wir es nur streifen. Es berührt unser Innerstes, ist der eisige Atem des Todes, der es als Einziges vermag, das wirkliche Frösteln zu lernen, das über einer Oberfläche begonnen, … sich niemals abschütteln lässt. Wir spüren und erahnen ein Mehr, eine Präsenz, die mit unserem Sein, unserer ganzen Existenz als solches verknüpft zu sein scheint. Wie unsere Seele das Leuchten vermag, so viel mehr fürchtet sie das Eine, das sie niemals erklären kann und mehr als eine simple Erscheinung ist, wenn es als Macht genutzt wird: Die Schatten [Mehr davon]

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Er hatte sich durch die Nacht geschlagen. Nacht für Nacht ein neues Lager bezogen und Tag für Tag die Tiere des Waldes gejagt und sich am Feuer gestärkt. Es lief nicht gut, nicht schlecht und absolut nicht recht. Keine Spur, die er verfolgen konnte. Kein Ziel, dass er endlich angreifen sollte.

Mit jeder Nacht, jedem Aufzug der silbernen Scheibe am Himmel, wurde er unruhiger.
Innerlich brannte es, verzehrte es ihn nach einer Leidenschaft und erwachte eine Gier, ein Hunger, die ihm bis jetzt noch nie begegnet war. Es konnte nicht mehr lange dauern. Ein, zwei, vielleicht drei Nächte, dann wäre der Mond im Vollbesitz seiner Kräfte. Der Vollmond, vorher so wichtig wie das Gewitter in der Nacht, würde nun eine Antwort aus seinem Innern hervorrufen. Dabei störte ihn dieser Umstand gar nicht. Es könnte ihm die Macht geben, Elise aufzuspüren, sie der verdienten Rache zu zuführen und nebenbei würde er es noch mit dieser Hexe aufnehmen können. [Mehr davon]

Was wäre, wenn Deine Vergangenheit Dir die Macht gäbe, die Zukunft zu verändern? Nicht nur Deine eigene, sondern die einer ganzen Welt? Deiner Welt? Würdest Du es tun? Hast Du überhaupt eine Wahl? Es sind Kinder, lachende Gesichter, Mütter und Väter, die bedroht werden. Würdest Du sie sterben lassen, um Deinem Schicksal entkommen zu können? [Mehr davon]

Leicht säuselnd rauscht der Wind durch die Baumwipfel. Sie heben und senken sich unter dieser sanften Berührung. Ein Blatt, schon nicht mehr ganz grün, eher ins Bräunliche verfärbt, löst sich vom Stamm.
Es folgt der wehenden Kraft der Natur, wird hinaufgehoben in den blauen Himmel, erwärmt von der Mittagssonne, die in voller Pracht am Zenit steht. Ein kurzer Wirbel, es tänzelt noch höher und wird dann mit aller Macht hinunter gedrückt. Es fegt nur einen Hauch entfernt vom Boden über die prallen Grashalme, vorbei an Blumen, die diese durchbrechen und sich gen Himmel recken. Es geht weiter, vorbei an aufgerissener Erde, bis es an einen Stein gepresst wird, zu dessen Boden es sich hin und her schwankend absenkt. Große Steine, die wie deplatziert inmitten der Natur, einen Kreis zeichnen. Die aufgerissene Grasnarbe, die frische Erde, zeigen, dass sie erst seit kurzem dort sind. Ein paar Stunden möglicherweise erst. [Mehr davon]

Synthias Pakt mit dem Dämon (Band II)

Mein lieber Bruder, wenn Dich meine Zeilen erreichen, werde ich vielleicht nicht mehr sein. Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt. Aber wir beide wussten, dass der Tag auftauchen würde. Unser Vater hat es uns vorausgesagt. Uns immer daran erinnert, dass wir eine Aufgabe haben, die uns das Schicksal zeigen wird. Wir haben es [...]

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Die Schlacht der Hunderten

Wie im Zeitraffer sehen wir die Wolken über den Himmel ziehen. Es wird Tag, die Sonne prächtig am blauen Himmel. Die Zeit vergeht. Ein Häschen, das aus dem Wald hoppelt. Es knabbert einen Halm der prächtig grünen Wiese an, hebt kurz seine Nüstern in den Wind und schnuppert. Wild fegen ihre Schnurrhaare durch die Umgebung, [...]

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Ich bin ein Vampir, unsterblich zur Ewigkeit verdammt (Blood Lyrics)

Hasserfüllt blickt er mich an. Ich bin ein Dämon für ihn. Ein verfluchtes Wesen, dessen Auslöschung ihm den Segen seines Gottes bringt. Wie wenig sie doch wissen. Er weiß nicht, warum er mich am Leben lassen soll. Aber viel mehr weiß er nicht, dass er mich nicht töten kann. Der Gedanke belustigt mich und dennoch [...]

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Das Vampirtagebuch Azralot

Gedanken wehen in meinen noch müden Verstand. Sorgen, Zweifel, Ängste, aber auch Hoffnungen. Nicht meine Gedanken. Nur das, was die Menschen unwissend in den Äther schicken. Ein innerer Stoß, eine noch schwache Unterart der Konzentration und es verstummt. Ich schiebe die Steinplatte zur Seite, die mich in meinem Gefängnis hält. Ein Gefängnis, das ich selber [...]

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