Kurzgeschichten✗

Sie betrachtet sich im Spiegel. Ein großer Spiegel, mit Lichtern an den Seiten. Parfümflaschen, Makeup jeder Sorte steht davor. Die Stylistin hatte ganze Arbeit gelistet. Sie sah blendend aus.
Ihre Augen, die Lippen, alles war richtig betont. Die Frisur saß richtig. Diese Frau im Spiegel war die perfekte Weiblichkeit. Sie war sie selber, auch wenn sie ihr wie eine fremde Person vorkam. [Mehr davon]

Hier steh ich nun. Die Atombombe befindet sich direkt vor mir. Ich muss nur den Auslöser drücken. Bezahlt worden bin ich schon zu Hälfte. 5 Millionen auf ein Konto meiner Wahl. Die habe ich natürlich direkt abgehoben, man weiss ja was alles passieren kann, Sperrung des Kontos, man könnte mich festnehmen, wenn ich an das Geld will.

Aber so was macht man nicht mit mir. Da bin ich schon schlauer.

Ha…..früher aufstehen müsst Ihr.[Mehr davon]

Endlich dürfen wir nach Hause. Es war schwer. Dreißig Stunden lag Sabine in den Wehen. Jetzt, zwei Tage später, wurde sie endlich entlassen Sie ist immer noch kreidebleich, hat tiefdunkle Augenränder, sieht fertig aus.

Sie hatte es aber auch besonders schwer. Die PDA hatte nicht gewirkt, wurde nicht nachgesetzt.

Wenn ich jetzt noch dran denke…schaudert es mich. [Mehr davon]

Er hat sich frisch gemacht. Sogar sehr fein, für seine Verhältnisse. Er ist in einen Anzug geschlüpft, den Einzigen, den er besitzt. Einen schwarzen, den er damals erstanden hatte. Er war nicht zu teuer gewesen und wichtiger , er passte noch. Dazu ein grauer Rolli. Auf keinen Fall ein Hemd, das hätte die Krawatte gefordert, und so weit wollte er nicht gehen. [Mehr davon]

Sie teilt die Karten aus. Ich bekomme 13, sie zwölf. Wir spielen Rommè. Ich fange an, schlechte Karten, wir tauschen ein paar. Eine Regelung, die wir dazu erfunden haben. Ich werfe eine Karte ab, sie zieht. Ich betrachte sie.

Lange schwarze Haare, ein Engelsgesicht, das seinesgleichen sucht. Dann blickt sie mich an. [Mehr davon]

Sanft schwenkend, wirbelnd in der wehenden Kraft der Morgenluft, senkt es sich hernieder. Ein grünes, unscheinbares Blatt. Gelöst von des Baumes Kraft, vom Ursprung seiner Geburt. Die Natur am Himmel, sie blitzt und blinkt. In gleißender Sonne, die wärmende Flut zur Erde hinab schickt. Der Himmel danebst, im saubersten Blau, gezäumt an weißen Decken der Gebilde an Wolkenkissen. [Mehr davon]

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Es ist ein Wolf in mir

Ich bin nur ein Mensch. Das sage ich mir so oft, dass ich es eigentlich schon glauben sollte. Ich spreche es nie aus und doch kann ich es hören. Meine eigene sich an Vernunft klammernde Stimme, die versucht zu übertönen, was ich weiß, aber nicht wissen will. Es ist etwas in mir. Ein Etwas, das [...]

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Er sagte – Vampir

Er sagte, dass er mich liebte. Das war mir nichts Neues. Männer behaupten so etwas doch öfter. Sei es als Entschuldigung, als Mittel um unsereins ins Bett zu bekommen. Wir akzeptieren es, wenn wir auch die Antwort zu genau kennen. Was bei ihm anders war? Er sprach es nicht aus.

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Gepfählte Liebe

Diese roten Lippen. Sinnlich, zart, wie ein Versprechen, das unausgesprochen dennoch so verheißungsvoll  und bezaubernd ist. Ich kann meinen Blick nicht abwenden, wenn ich auch weiß, dass sie nur die Maske des Todes vollenden. Schöner war der Tod noch nie. Dabei ist es nicht der Tod an sich, der so zur Vollendung poliert mich gefangen [...]

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Es ist meine letzte Nacht – Wolfsfluch

Es ist meine letzte Nacht. Die letzte Nacht, die ich auf dieser Erde verbringen werde….als Mensch. Schon bald wird sich alles ändern. Gesetze und Einschränkungen, die ich kannte werden mir nichts mehr bedeuten. Es sollte mich freuen und doch spüre ich, wie es mich von innen heraus mit Eiseskälte erfüllt. Angst. … Die habe ich. [...]

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